Zusammenfassung
Very Bad Things ist eine schwarze Komödie aus dem Jahr 1998 unter der Regie von Peter Berg. Der Film beginnt mit einer Junggesellenparty in Las Vegas, die völlig außer Kontrolle gerät. Nach einem tragischen Zwischenfall versuchen die Beteiligten, das Geschehene zu vertuschen. Doch ihre Lügen, Intrigen und moralischen Fehltritte lösen eine Kette von immer absurderen und brutalen Ereignissen aus. Was als Feier geplant war, entwickelt sich zu einem spiralförmigen Horror aus Gewalt, Gier und menschlicher Schwäche.
Analyse
Der Film ist ein hervorragendes Beispiel für schwarzen Humor und Satire der 90er-Jahre. Er überzeichnet moralische Abgründe und zeigt, wie weit Menschen gehen, wenn sie Angst vor Konsequenzen haben oder ihren eigenen Egoismus schützen wollen. Die Charaktere sind dabei bewusst überzeichnet: egoistisch, skrupellos und oft absolut irrational. Genau diese Übertreibung macht den Film so schockierend und gleichzeitig faszinierend, weil er in einem grotesken Spiegel die dunklen Seiten der menschlichen Psyche zeigt. Besonders bemerkenswert ist, wie der Film Gewalt und Komik kombiniert, ohne dass die Ereignisse trivial wirken – vielmehr provozieren sie zum Nachdenken.
Gesellschaftskritik
Auf einer tieferen Ebene repräsentiert Very Bad Things die Abgründe moderner Gesellschaft. Themen wie Egoismus, Oberflächlichkeit, moralische Korruption und das Streben nach Selbstschutz werden unverblümt dargestellt. Auch wenn der Film aus den 90er-Jahren stammt, sind die dargestellten Verhaltensmuster heute noch präsenter und oft noch extremer. Das macht ihn nicht nur zu einem unterhaltsamen Schwarzcomedy-Erlebnis, sondern auch zu einem nachdenklich stimmenden Kommentar über gesellschaftliche Werte.
Meine Meinung
Ich habe den Film sicher schon über 100 Mal gesehen, aber ich muss ihn immer wieder erwähnen. Dieser Film ist krank – im besten Sinne von „verstörend faszinierend“. Er zwingt einen, sich mit menschlicher Gier, Angst und moralischer Abgrundtiefe auseinanderzusetzen. Trotz der extremen Gewalt und des teils bitterbösen Humors kann ich nicht wegsehen. Die Mischung aus Satire, Spannung und Absurdität macht den Film für mich einzigartig.
Bewertung
Für seine mutige Darstellung, die gelungene Balance zwischen schwarzem Humor und Horror sowie die gesellschaftskritische Tiefe vergebe ich 7 von 10 Punkten. Kein Meisterwerk, aber definitiv ein Film, der lange im Gedächtnis bleibt und immer wieder zum Nachdenken anregt.
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